21. April 2021

Earth Day 2021 - Was hat Umweltschutz mit unserem Essen zu tun?

Am 22. April findet unter dem Motto "Restore our Earth" der internationale Earth Day statt.

Seit 51 Jahren gibt es Ende April den Earth Day, also den Tag der Erde. Umweltschutz ist an jedem Tag des Jahres wichtig. Aber der 22. April wird als Aktionstag genutzt, um gezielt auf eine umweltbewusstere und nachhaltigere Lebensweise hinzuweisen. Dieses Jahr geht es bei den Aktionen unter dem Motto "Restore our Earth" um die Wiederherstellung von zerstörten Ökosystemen, die Aufforstung von Wäldern, die Renaturierung von Mooren oder auch Innovationen im Bereich der grünen Technologien.

Viele Aktionen, Workshops und Podiumsdiskussionen finden 2021 - du hast es dir bestimmt schon gedacht - online statt. Auf Earthday.org kannst du ein live Event mitverfolgen, bei dem Menschen aus Politik, Basisaktivismus, gemeinnützigen Organisationen, Kunst, Musik und vielen weiteren Bereichen zusammen kommen, um sich zu Ideen für eine nachhaltigere Welt auszutauschen.

Der Earth Day in Deutschland konzentriert sich 2021 auf das Thema nachhaltige Ernährung.

In Deutschland wurde 1994 das Deutsche Komitee e.V. von Earth Day International als gemeinnützige, eigenständige Umweltinitiative gegründet. Das Motto dieser Initiative zum Earth Day 2021 lautet: "Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde. Lebe bewusst und nachhaltig. Bio, Regional, Fair." Ein ziemlich langes Motto, aber das Thema nachhaltig Essen ist schließlich auch ein großes Thema. Für alle von uns, die sich nicht komplett selbst versorgen, ist es meist gar nicht so einfach, zu sagen, wo die Lebensmittel angebaut, gezüchtet, gefischt, transportiert, gelagert und verarbeitet werden, die wir täglich konsumieren. Wie und was wir essen hat aber weitreichende Auswirkungen auf unser Klima. Lass uns den Earth Day 2021 nutzen, um uns ein paar Gedanken über unser Essen zu machen:

Nachhaltige Ernährung bedeutet, dass unsere Lebensmittel möglichst keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt haben, und dazu beitragen, dass sowohl die heutigen als auch zukünftige Generationen ein gesundes Leben führen können. Es geht also nicht nur darum, was wir essen, sondern auch darum, wo unsere Lebensmittel herkommen, wie sie hergestellt wurden und wie sie weiter verkauft werden.

Bewusst einkaufen und Verpackungsmüll vermeiden

Jede Person in Deutschland produziert im Durchschnitt über 220kg Verpackungsmüll pro Jahr.  Beim Blick in deinen Mülleimer stellst du vielleicht fest: Die meisten Verpackungen sind Lebensmittelverpackungen. Nachhaltiger einzukaufen ist in vielen Fällen gar nicht so schwer. Nimm zum Beispiel loses Obst und Gemüse statt in Plastik verpacktes. Entscheide dich für den Joghurt im Pfandglas, statt den im Plastikbecher. Wenn du eine eigene Tasche oder einen Rucksack dabei hast, sparst du außerdem die Tragetaschen, die du sonst jedes Mal neu kaufen musst. 

Achte außerdem beim Einkaufen darauf, nur das zu kaufen, was du tatsächlich verbrauchen wirst. Nach Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wirft jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich mindestens 55 Kilo Lebensmittel pro Jahr weg. Insgesamt werden nur die Hälfte aller produzierten Lebensmittel überhaupt gegessen. Zu nachhaltiger Ernährung gehört also auch, Lebensmittel nicht zu verschwenden. Weitere Infos zum Thema Müll vermeiden findest du hier.

Lokale und regionale Produkte finden

Um Lebensmittel nachhaltiger einzukaufen lohnt es sich, einmal auf den lokalen Wochenmarkt zu gehen. Oder direkt auf dem Bauernhof einzukaufen. Damit unterstützt du zum einen lokale Händler*innen und Bäuer*innen statt großer Konzerne. Zum anderen sind die Transportwege für regionale Lebensmittel sehr viel kürzer, was CO2-Emissionen spart. Gesünder ist es in vielen Fällen auch; lokales Obst und Gemüse hat meist weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als importierte Lebensmittel.

Auf lokalen Märkten oder direkt auf dem Bauernhof wirst du vorwiegend saisonale Produkte finden, insbesondere Obst und Gemüse, das zur jeweiligen Jahreszeit reif ist und geerntet werden kann. Das bedeutet in Deutschland zum Beispiel, dass du nicht zu jeder Jahreszeit frische Blaubeeren kaufen kannst, nur weil du gerade Lust darauf hast. Aber mal ehrlich - ist dein Bedürfnis danach wirklich so groß, dass du im Februar unbedingt aus Südamerika eingeflogene Blaubeeren essen musst...? Im Saisonkalender vom NABU kannst du dir anschauen, welches Obst und Gemüse in Deutschland wann Saison hat.

Pflanzliche statt tierische Lebensmittel nutzen

Wenn du schon einmal in einem unserer Workcamps oder bei einem Seminar dabei warst, kommt dir das Thema nachhaltige Ernährung bestimmt bereits bekannt vor. Wir nutzen bei unseren Trainings für Verpflegung und Bewirtung, soweit möglich, biologisch, saisonal und regional bzw. fair produzierte Lebensmittel. Die Verpflegung bei IBG-Seminaren ist außerdem größtenteils vegan, das heißt ohne tierische Bestandteile. Wir verzichten also fast komplett auf Milch, Eier, Käse oder Butter. Was seit mehreren Jahren nie Teil von IBG-Rezepten ist: Fleisch. Warum wir pflanzliche Lebensmittel statt Fleisch nutzen, und was das mit Umweltschutz zu tun hat, kannst du hier nachlesen.

Wir kochen bei Veranstaltungen und Seminaren bewusst vegetarisch und zu großen Teilen auch vegan, nicht weil wir euch den Fleischkonsum verbieten wollen, sondern weil wir zu einem bewussteren Konsum anregen möchten. Außerdem auch, weil wir mit veganem Essen ganz unterschiedliche Essensgewohnheiten und/oder Allergien meist sehr gut berücksichtigen können. Und natürlich, weil wir jede Menge richtig gut vegane Rezepte kennen.

Tausche dich mit uns aus!

Was für Tipps hast du noch zum Thema nachhaltige Ernährung oder nachhaltiges Leben? Seit 2017 gibt es in unserem Verein eine Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit. Die Gruppe ist ein Ort für alle, die sich zum Thema Nachhaltigkeit austauschen möchten oder auf der Suche nach Anregungen und Tipps für nachhaltigeres Leben und Arbeiten sind. Weitere Infos zu Nachhaltigkeit bei IBG findest du auf dieser Seite.

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