10. Mai 2019

#NoEuropeWithoutYouth - Jugendpartizipation sichern!

Keine Finanzierung mehr für den Jugendsektor im Europarat?

Der Europarat feiert dieses Jahr sein 70-jähriges Jubiläum. Gleichzeitig befindet er sich mitten in einer massiven Haushaltskrise. Deswegen hat der Generalsekretär Thorbjörn Jagland einen Notfallplan vorgeschlagen, der vorsieht die Finanzierung der Jugendaktivitäten der Organisation aus dem ordentlichen Haushalt zum 1. Januar 2021 komplett einzustellen. Der Jugendsektor des Europarates spielt eine wichtige Rolle für die Förderung unserer Anliegen, unserer Rechte, unserer Freiheiten und unseres Europas des Friedens und der Verständigung. Wieso? Nationale und internationale Jugendorganisationen können von der European Youth Foundation beispielsweise Fördermittel für internationale Projekte erhalten. Die beiden European Youth Centers in Budapest und Straßburg bieten Möglichkeiten für Treffen, Study Sessions und Seminare für junge Menschen, sowie Trainings zur Qualifizierung für internationale, nationale und lokale Jugendarbeit. Eine Streichung der Mittel für Aktivitäten im Jugendbereich würde den Strukturen und der Arbeit innerhalb der Organisation irreversiblen Schaden zufügen und in vielen Ländern auch den jugendlichen Zivilsektor behindern. 

Beteiligt junge Menschen weiterhin an politischen Entscheidungen!

Ohne Mittel aus dem Haushalt des Europarats könnte auch der Advisory Council on Youth nicht weiter bestehen. Er setzt sich zusammen aus 30 Vertreter_innen von Jugendorganisationen und -netzwerken in Europa und hat als Hauptaufgabe, das Ministerkomitee in allen Jugendfragen zu beraten. Der Advisory Council on Youth ist damit Teil der einzigartigen Co-Management-Struktur des Jugendsektors des Europarates. Er ermöglicht und fördert die gleichberechtigte Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungsprozessen. Alle Entscheidungen werden von Regierungsvertreter_innen und Jugendlichen im Konsens getroffen. Der Advisory Council on Youth spielt damit eine wichtige Rolle bei der Förderung und Verbreitung der Werte des Europarats (Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit) unter jungen Menschen in den Mitgliedsstaaten und deren Nachbarländern. Er ermutigt junge Menschen dazu, Verantwortung zu übernehmen und unsere gemeinsame Zukunft in Europa aktiv mit zu bestimmen.

Die Finanzierung der Aktivitäten des Jugendsektors aus dem ordentlichen Haushalt zu beenden und gleichzeitig öffentlich bekannt zu geben, dass die Jugend die Zukunft Europas sei, ist nicht nur paradox, sondern auch eine unglaublich entmutigende Botschaft an junge Menschen, Jugendarbeiter_innen und Jugendorganisationen in allen Mitgliedstaaten. Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, sich im Europarat für den Erhalt des Jugendsektors einzusetzen!

Setz dich mit uns dafür ein, dass Jugendpartizipation auch weiterhin unterstützt wird!

Wir sind gemeinsam dabei - zeigen wir unseren Regierungen und dem Europarat, dass wir präsent, aufmerksam und entschlossen sind! Auch du kannst dabei helfen! Schreib dem Außenministerium und den ständigen Vertretungen im Europarat (auch als "Botschafter im Europarat" bekannt) und setz dich gegen eine Streichung der Mittel für den Jugendsektor ein! Mach sie auf die Dringlichkeit und Wichtigkeit der Situation aufmerksam und bitte sie, das Thema auf den Treffen zur Sprache zu bringen und sich für die Aufrechterhaltung des Jugendsektors einzusetzen. Wann? Jetzt! Das nächste Treffen im Europarat ist am 23. Mai - je früher ihr laut werdet, desto besser!

#NoFutureWithoutYouth #NoEuropeWithoutYouth #YouthCoe

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