Workcamps leiten

Campleitung
Du arbeitest gern in Gruppen und hast vielleicht auch schon an einem oder mehreren Workcamps teilgenommen? Dann mach den nächsten Schritt und leite selbst ein internationales Workcamp in Deutschland! Als Campleitung engagierst du dich zusammen mit der ganzen Gruppe in einem gemeinnützigen Arbeitsprojekt, übernimmst Verantwortung und lernst dabei neue Fertigkeiten. Du koordinierst euer gemeinsames Leben und Arbeiten: Wann arbeitet ihr? Wer kocht? Wer putzt? Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es? Du initiierst zu Beginn Kennenlernspiele, vermittelst ggf. bei Konflikten und hast ein Auge darauf, dass alle eingebunden und zufrieden sind. Im Vorfeld nimmst du Kontakt mit Projektpartnern vor Ort und zu der internationalen Gruppe auf und sammelst erste Ideen zur Freizeitgestaltung. Erfahrung in der Arbeit mit Jugendgruppen ist von Vorteil, aber keine Bedingung dafür ein Workcamp zu leiten.

Wie kann ich ein Workcamp leiten?

Ihr engagiert euch bis zu 30 Stunden in einem gemeinnützigen Projekt - also in der Regel sechs Stunden am Tag. Wann genau ihr beginnt, wie viele Pausen ihr macht und wie viele Stunden ihr an welchem Tag arbeitet, besprecht ihr im Vorfeld mit den lokalen Projektpartnern. Oft fangen Gruppen um acht oder neun Uhr morgens an und arbeiten dann (mit einer Mittagspause) bis in den frühen Nachmittag. Das Arbeitsprojekt wird von einer Arbeitsanleitung koordiniert und angeleitet - ihr müsst also keine Fachkenntnisse mitbringen!

Als Campleitung arbeitet ihr genauso wie der Rest der Gruppe; zusätzlich seid ihr manchmal gefragt, um zu übersetzen (wenn die Arbeitsanleitung kein oder wenig Englisch spricht) oder um die Teilnehmenden zu motivieren.

Nach der Arbeit könnt ihr dann je nach Wunsch und Möglichkeiten vor Ort noch Ausflüge unternehmen, euch mit Jugendlichen vor Ort treffen oder einfach einen gemeinsamen Abend in der Unterkunft verbringen - zum Beispiel bei einem Lagerfeuer oder mit Spielen. Es muss nicht jeden Tag ein Freizeitprogramm geben: Nutzt die Zeit, euch gegenseitig kennenzulernen und mehr über die jeweils anderen Kulturen zu erfahren.
Am Wochenende habt ihr meist Zeit, um Ausflüge in weiter entfernte Orte zu machen.
Zu deinen Aufgaben als Campleitung gehört auch, das Gruppenleben zu koordinieren: Wer putzt? Wer kauft ein? Wer ist heute mit kochen dran? Außerdem bist du für das Budget zuständig, das ihr für Freizeitaktivitäten und Verpflegung zur Verfügung gestellt bekommt, und achtest auf das Sozialleben: Sind alle eingebunden? Sind alle zufrieden?
In der Regel leitest du das Camp zu zweit. Meistens meldet sich die Co-Campleitung direkt bei uns und wir stellen den Kontakt her; du kannst aber auch gerne Freunde fragen und jemanden mitbringen. Sie oder er sollte dann aber natürlich auch am Vorbereitungsseminar teilnehmen. Bei manchen Workcamps suchen wir auch nur eine einzelne Campleitung, weil die Gruppe relativ klein ist. Manchen erfahrenen Campleitungen ist es auch lieber, das Projekt alleine zu übernehmen.
Als Campleitung entscheidest du gemeinsam mit der Gruppe, was ihr in der Freizeit unternehmen möchtet. Du bist nicht für die Animation der Gruppe zuständig und auch die Leitung einer Kinderfreizeit. Als Einheimische/r hast du aber natürlich oft einen „Heimvorteil" und kannst dich im Vorfeld besser darüber informieren, welche Freizeitmöglichkeiten es im Projektort und der näheren Umgebung gibt. Auch die Projektpartner - oft Bürgermeister_in oder eine andere Ansprechperson der Stadt - können dir im Vorfeld häufig Tipps geben. Gut ist es also, ein paar Ideen und Vorschläge mitzubringen, um das Programm dann mit der Gruppe gemeinsam abzustimmen.
Die Teilnehmenden sind im Regelfall alle volljährig. Natürlich sollt ihr als Gruppe auf einander achten, aber du kannst für keine Unfälle/Schäden durch die Teilnehmenden haftbar gemacht werden.
Du wohnst in der gleichen Unterkunft, arbeitest genauso mit und genießt natürlich auch die Freizeitaktivitäten und das gemeinsame interkulturelle Zusammenleben.
Du solltest dich gut verständigen können. Schulenglisch ist absolut ausreichend.
Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, um ein internationales Workcamp leiten zu können.
In unseren Vorbereitungsseminaren für Campleitungen geht es um die Frage: Wie leite ich eine Gruppe? Wir beschäftigen uns mit Gruppenprozessen, dem Umgang mit Konflikten und deinem individuellen Leitungsstil. Wir legen dir die Campleitungsseminare sehr ans Herz, weil sie viele offene Fragen klären, ein gutes Bild von einem typischen Projekt vermitteln und wir uns dadurch auch persönlich kennenlernen können. Solltest du an keinem der Seminare teilnehmen können, ist das aber kein Ausschlusskriterium. Melde dich trotzdem bei uns, dann können wir dich je nach Bedarf individuell vorbereiten.
Nein. Ein Führerschein ist meistens hilfreich, aber auch nicht immer notwendig. Wenn ihr ein eigenes Auto habt und mitbringen möchtet, ist das aber auch oft eine Erleichterung. In diesem Fall können wir das Auto auch versichern.

Ja. Für die Leitung eines Workcamps erhältest du von IBG eine Aufwandsentschädigung von 60€ pro Woche. Deine Fahrtkosten erstatten wir dir zu 100%, wenn du mit dem Zug anreist. Kommst du mit dem Auto zum Projekt, erhältst du 20 Ct/km (maximal 150€); innerdeutsche Flüge werden nicht erstattet (warum? Schau dir unsere Seite zum Thema Nachhaltigkeit an).
Während des Projekts sind Unterkunft und Verpflegung gestellt.

Nach der Leitung des Projekts bekommst du auf Wunsch einen Tätigkeitsnachweis von uns. Ob die Campleitung im Rahmen deines Studiums o.ä. als Praktikum anzurechnen ist, musst du allerdings mit den dort Verantwortlichen absprechen.
Die Plätze werden nach dem Prinzip „first come, first serve" vergeben: Solange das Projekt unter „Campleitung gesucht" aufgeführt ist, suchen wir auch noch Leitungen. Das kann manchmal sehr kurzfristig sein. Grundsätzlich ist es aber für dich und für uns einfacher, wenn du dich möglichst früh festlegst - dann ist auch deine Auswahl größer!
Für alle Fragen, die das Arbeitsprojekt und die Unterkunft betreffen, hast du einen Ansprechpartner vor Ort (unseren Projektpartner). Sollte es Fragen zum Budget geben, Probleme in der Gruppe, Krankheitsfälle, etc. ... kannst du dich jederzeit an uns wenden. Du bekommst mit der Campakte unsere private Handynummer und kannst im Notfall auch abends/am Wochenende anrufen.
Zu den Aufgaben vor dem Camp gehören: Mit dem Projektpartner in Kontakt treten, offene Fragen klären und erste Absprachen treffen; sich bei den Teilnehmenden melden, sich vorstellen, nach Freizeitideen, Allergien, usw. fragen; mögliche Freizeitmöglichkeiten recherchieren. Außerdem reist du als Campleitung bereits einen Tag vor Campbeginn an. So bist du auf jeden Fall vor den Teilnehmenden da, kannst noch einen ersten Großeinkauf machen und die Unterkunft vorbereiten.
Nach dem Projekt schickst du uns die Campakte mit deinen Tickets für die Hin- und Rückfahrt zurück sowie einige Fotos und einen Campbericht.
Jedes Jahr findet Ende September/Anfang Oktober unser Volunteers‘ Weekend statt. Dieses Wochenende ist deine Gelegenheit, deine Workcamp-Erfahrungen auszuwerten und zu reflektieren, was du in dieser Zeit gelernt hast. Du kannst dich mit anderen Campleitungen, aber auch Teilnehmenden und weiteren Aktiven austauschen und mehr über IBG erfahren - und natürlich wieder viel Spaß haben!

Vorbereitungsseminare für Campleitungen 2019

03. - 05. Mai 2019: Würzburg
30. Mai - 02. Juni 2019: Jugendhaus Fornsbach in Murrhardt (internationales Seminar auf Englisch)

Anmelden kannst du dich ganz einfach hier. Du möchtest im Frühjahr ein Camp leiten und die Seminare finden erst später statt? Oder du weißt schon jetzt, dass du an beiden Terminen nicht teilnehmen kannst? Kein Problem - melde dich einfach bei uns und wir finden bestimmt eine geeignete Lösung! Hier findest du mehr Informationen zu den Vorbereitungsseminaren.

ABENTEUER GALERIE