26. Februar 2025

Informatik-AG, Jamkonzerte, brouilllard - Freiwilligendienst in Nantes (Frankreich)

Valentina ist seit Herbst 2024 in Frankreich und engagiert sich als Freiwillige über das Europäische Solidaritätskorps  in der Schule Léo Lagrange Ouest in Nantes. Was sie bisher erlebt hat, beschreibt sie hier für euch:

"Nach 3 Monaten In-Frankreich-Einleben dachte ich mir, ich sende euch mal ein paar Eindrücke aus Frankreich/Nantes und erzähle ein bisschen...

Nantes hat sich als eine Stadt mit ziemlich großem kulturellen Angebot herausgestellt. Es gibt hier viele andere europäische Freiwillige und Erasmusstudenten und eigentlich gibt es jeden Abend was zu tun. Von Jamkonzert zu Sprachcafes oder Pflanzenmärkten findet man hier eigentlich immer was.

street art: ein buntes Gesicht auf einer Mauer

Es gibt hier natürlich auch einige touristische Sachen, die man unternehmen kann (Les Machines de l'île, Château des ducs de Bretagne, etc.), aber die Barkultur und die ganzen Konzerte stechen definitiv heraus !

Hier leben wir zu fünft in einem Haus (drei Deutsche, zwei Österreicherinnen) und verstehen uns super.

Wir wohnen ein wenig außerhalb, in Orvault, weswegen der Weg zur Arbeit eine Stunde dauert, aber dafür ist es sehr ruhig und wir haben das Haus für uns!

ein gedeckter Fruestueckstisch von oben

Es ist übrigens per Zufall so, dass wir gerade in einem deutschsprachigen Haushalt wohnen - anscheinend haben sich nicht so viele Menschen aus anderen Ländern für den Freiwilligendienst beworben. Ursprünglich hätten wir eigentlich auch eine sechste Mitbewohnerin aus Spanien gehabt, aber sie hat sich in der ersten Woche beim Klettern einen komplizierten Bruch zugezogen und wohnt jetzt wieder Zuhause in Spanien. Im März soll sie wieder zurück nach Nantes kommen und mit dem Projekt beginnen.

Auch die Arbeit macht Spaß: Ich arbeite hier als animatrice (das ist so ähnlich wie eine Betreuerin bei der offenen Ganztagsbetreuung nach der Schule) und führe nachmittags eine Informatik-AG, in der ich den Kindern etwas über das Internet und Computer beibringe.

Zwar war es am Anfang etwas herausfordernd, da auf meiner Arbeit niemand Englisch spricht - dafür hat sich mein Französisch aber ziemlich schnell verbessert. Am besten gefällt es mir mit den Kindern aus der maternelle zu arbeiten (3-6 Jahre alt). Sie sind total süß und besitzen ein ähnliches Vokabular wie ich, deshalb ist es einfacher sich mit ihnen zu unterhalten.

Im Januar hatte ich auch endlich mein welcome-Seminar, was ziemlich hilfreich war. Wir haben dort viele andere volunteers kennengelernt und es wurde nochmal generell über den ESK, den Youth Pass, die Aufgaben unseres tuteurs und so weiter gesprochen.

Das Wetter ist hier übrigens echt ähnlich zu dem Deutschen Wetter (zumindest dem Wetter in NRW).

Zwar soll sich das im Frühling verändern, aber bis jetzt war es meist ziemlich grau und regnerisch, also entstand zumindest in dem Aspekt kein Heimweh. Langsam wird es hier aber auch wärmer, das heißt ab und zu sieht man sogar die Sonne.

Das erste neue französische Wort, was ich gelernt habe ist brouilllard (Nebel) . Ich füg euch mal ein Foto bei, damit ihr seht wie der Nachhauseweg im Winter so aussieht!

Strasse im Nebel bei Nacht

Ganz liebe Grüße aus Nantes, Valentina"

Europäisches Solidaritätskorps

Wenn euch Valentinas Bericht inspiriert, selbst einmal ein paar Monate im Ausland zu verbringen, schaut euch doch einmal weitere Projekte unserer Partnerorganisationen an: Über das Europäische Solidaritätskorps (ESK) kannst du dich für Freiwilligenteams oder auch für längere Freiwilligeneinsätze im europäischen Ausland bewerben. Es gibt dabei eine Altersgrenze von 18 bis 30 Jahren und es sind zusätzlich zur Anmeldung bei uns oder einer anderen Organisation noch einige Schritte vor und nach dem Projekt zu erledigen. Mehr Infos zum ESK findest du hier.

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