12. September 2015

Workcamp in Schwarzsee (Schweiz)

Freiwilligenarbeit in der Schweiz

Die Entscheidung im Herbst 2 Wochen freiwillig in der Schweiz zu arbeiten, war eindeutig eine meiner besten. Als ich dort war, war mir das noch nicht unbedingt bewusst, aber der Blick zurück zeigt mir, dass sich jeder mal so etwas trauen sollte. Und „trauen“ ist hier ruhig ein angebrachtes Wort. Bevor ich losgefahren bin, waren einige meiner Freunde und Familie skeptisch gegenüber diesem Workcamp, auch weil ich selbst nichts Genaues sagen konnte. Und außerdem weiß man ja nicht, wer und was einen da genau erwartet.

"Es ist trop tard anyway"

Bei mir war es dann Folgendes: Eine große Berghütte, wunderschön an einem kleinen See gelegen, ein internationales, lustiges und tolerantes Team, ein Haufen schweizer Kinder und eine Küche mit großen Töpfen und Pfannen. Die Aufgabe des Workcamps bestand nämlich in der kulinarischen Versorgung der Kinder, welche in den zwei Wochen Sprachkurse in Französisch besuchten. Der wilde Sprachmix, mit dem man sich also alltäglich verständigte, bestand aus Deutsch, Französisch und Englisch. Originalzitat: „Es ist trop tard anyway“.

Internationales Kochen und Austausch

Das Kochen im internationalen Team (deutsch, französisch, russisch, spanisch, taiwanesisch, thailändisch und tschechisch) war super interessant und lustig. Natürlich dauert es seine Zeit bis man miteinander warm wird und die ersten Sprachbarrieren abgebaut sind, aber durch die Offenheit die alle Menschen in so ein Camp mitbringen (müssen), wird man schnell zu einer tollen Gruppe. So haben wir uns über alle möglichen Themen unterhalten und über die kulturellen Unterschiede austauschen können.

Und auch mit den Kindern hatten wir schnell ein gutes Verhältnis. Durch ein tolles Nachmittags- und Abendprogramm haben wir vieles von der Schweiz gesehen und die Kinder besser kennen gelernt. Bleibend ist zum Beispiel die Erinnerung an den Besuch in einer Schokoladenfabrik und in einer Therme. Besonders toll waren auch die gemeinsamen Zeiten wenn die Kinder im Bett waren und wir oft ums Lagerfeuer saßen und gesungen oder geredet haben.

Ich möchte nicht zu viel erzählen, man muss seine eigenen Erfahrungen machen, jedes Workcamp ist verschieden, alle sind sie anstrengend aber unglaublich bereichernd.

Nora (18, Freiwillige)

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