20. Juli 2010

World Melodies in Izmit-Kocaeli (Türkei)

World Melodies

Ich war im Sommer bei einem Musik-Workcamp in der Türkei. Zunächst bin ich in Istanbul angekommen um dort an den Vorbereitungstagen, den Precamp-Days, teilzunehmen. Die Organisation Gençtur hatte schon vorab einen Infozettel für uns erstellt, auf dem viele nützliche Infos zur Anreise und mehrere Wegbeschreibungen gegeben wurden, sodass man sowohl das Büro der Organisation, als auch das Hostel sehr gut finden konnte. Die Precamp-Days kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man einen kleinen Einblick in die Stadt und deren Kultur kriegen will.

Start ins Workcamp in Izmit-Kocaeli

Am ersten Camp-Tag haben sich dann alle Teilnehmenden mit unserem Campleader noch einmal im Büro getroffen und wir haben eine kleine Einführung in die Arbeit von Gençtur und in unser eigenes Projekt bekommen, Anschließend sind wir gemeinsam zu unserem Camport nach Izmit-Kocaeli gereist. Bei der Ankunft wurden wir von den restlichen Teilnehmenden und den Mitorganisatorinnen aus der Türkei empfangen. Sie haben uns dann unsere Unterkunft und unseren Proberaum für die Musikproben gezeigt. Am Abend und am nächsten Morgen haben wir einige Kennenlernspiele gemacht. Unser Campleader hat es immer wieder geschafft durch solche Spiele sehr lustige Situationen entstehen zu lassen.

Proben für den Auftritt und türkische Traditionen

Die Atmosphäre in der Gruppe war von Anfang an locker und vertraut. Als alle etwas vorspielen sollten um ihr Instrument vorzustellen, war die Angst den Anforderungen doch nicht gewachsen zu sein schnell verflogen. Die Probearbeiten waren immer locker und lustig und trotzdem haben wir einiges auf die Beine gestellt. Insgesamt fand ich es toll, dass wir auch immer eigene Vorschläge mit einbringen und auch Kritik äußern durfte. Es wurde dann einfach so lange daran gefeilt bis alle zufrieden waren.

Außerdem haben uns unsere Gastgeber_innen die Stadt und ihre Traditionen gezeigt, wir haben bei einem lokalen Festtag zugeschaut und auch selber im Namen der Organisation Genc Kyöd und unserem Projekt an einem Umzug teilgenommen. Zwei Leute aus dem Dorf haben als Sängerinnen an unserem Projekt teilgenommen, auch diese Idee fand ich toll. Was mir auch gefallen hat war, dass wir auch Einblicke in die sonstige Arbeit von GencKyöd bekommen haben. Die Organisation arbeitet sehr eng mit dem Kassel Child Village, einem Kinderheim in Izmit, zusammen und wir haben zwei Tage mit den Kindern verbracht, einmal bei einem Ausflug zum Picknick und einmal in ihrem Kinderdorf. Die zwei Tage haben mich persönlich besonders geprägt.

Ausflüge

Ansonsten haben wir an unserem freien Tag einen tollen Ausflug auf eine kleine Insel ohne Autos in der Nähe von Istanbul gemacht. Auch sonst haben wir an einigen Abenden zusammen etwas unternommen. Unter anderem gab es eine europäische und eine türkische Nacht - einmal haben wir Teilnehmenden aus den anderen Ländern unser Land vorgestellt mit Bildern, Geschichten und Spezialitäten und einmal haben dies die türkischen Teilnehmenden gemacht.

Unsere eigenen Straßenkonzerte

Wir haben während den zwei Wochen zwei Straßenkonzerte gegeben, bei denen wir einen kleinen Ausschnitt aus den schon erarbeiteten Stücken präsentiert haben. Ziel war hierbei auch bei der Bevölkerung einen kulturellen Austausch zu erreichen, indem wir unsere Instrumente und unsere Musik vorgestellt haben. Außerdem sollte generell auf unser Projekt aufmerksam gemacht werden und wir wollten damit die Passanten zu unseren Abschlusskonzerten einladen. Diese fanden an den letzten zwei Abenden statt, das erste in einem öffentlichen Park, das zweite in auf der Terrasse des Restaurants der Organisation. Die Konzerte waren wirklich toll, wir hatten ein großes Publikum und der Applaus hat uns alle sehr stolz gemacht auf unser gemeinsames Projekt.

Fazit

Insgesamt waren es einfach zwei unbeschreiblich tolle Wochen die man schwer in Worte fassen kann. Wir waren als wir gingen alle sehr traurig, dass die Zeit so schnell vergangen war weil wir ein echt gutes Team waren und Freundschaften entstanden sind. Wir haben jetzt knapp 2 Monate später auch alle noch Kontakt zueinander über E-Mails, Facebook und Briefe und wollen uns unbedingt  wiedersehen.

Alicia (21, Freiwillige)

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